19. September 2018 – Tag 21

Von Priesca nach Gijón

Wetter: Bewölkt mit gelegentlichem Sonnenschein, angenehme Temperaturen zum Laufen 

Die heutige Etappe war 36 km lang; ich bin einschliesslich Pausen 11 Stunden unterwegs gewesen. Neben dem üblichen ‚Hügel hoch, Hügel runter‘ musste ich zwei hohe Hügelketten übersteigen, die es beide in sich hatten. 

Der Weg war abwechslungsreich. Von schönen Pfaden durch die Natur bis zu Betonpisten neben einer Autobahn und den Seitenstreifen von vielbefahrenen Nationalstrassen war alles dabei. Zwischen Start und Ziel gab es nichts, wo ich gern geblieben wäre; auch Pilgerherbergen gab es nur sehr wenig. Für die, die sich entfernungsmässig als Schlafplatz angeboten hätte, gibt es aktuell eine Bettwanzen-Warnung. Auf diese Tierchen verzichte ich gerne. 

Das Bild zeigt die Autobahn, neben der ich heute eine ganze Weile gelaufen bin

In der Grossstadt Gijón, meinem heutigen Etappenziel, gibt es keine Pilgerherberge. Ich habe mir stattdessen ein preiswertes Hotelzimmer gesucht. Nach dem Duschen habe ich noch eine Runde durch die Stadt gemacht. Die wurde im Spanischen Bürgerkrieg 1937 zerstört und hat deshalb keine Altstadt. Der grosse Stadtstrand und die Promenade davor waren auch um 20 Uhr noch mit Surfern und Stehpaddlern, und vielen Spaziergängern bevölkert. 

Ich bin kurze Zeit später an einem indischen Restaurant vorbeigekommen und habe spontan beschlossen, heute auf das spanische Menu des Tages zu verzichten und stattdessen Indisch zu essen. Das war ausgesprochen lecker. Schon beim Nachtisch fielen mir die Augen zu. Jetzt zurück im Hotel ruft das Bett sehr laut nach mir. Gute Nacht!